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Alles, was Sie über CRM-Systeme wissen müssen

Ein CRM-System (Customer Relationship Management) ermöglicht es Unternehmen, sämtliche Kundenkontakte an einem zentralen Ort zu verwalten und die Kommunikation effizienter zu gestalten. Das ist besonders für KMU wichtig, die oft knappe Ressourcen haben und dennoch professionell auftreten möchten.

Ein modernes CRM-System umfasst verschiedene Module: Im Marketing unterstützt es bei Kampagnen, E-Mail-Marketing oder der Kundensegmentierung. Im Vertrieb sind vor allem Lead-Management, Angebotsverwaltung und die Pipeline-Steuerung zentrale Funktionen. Der Kundenservice profitiert durch Ticket-Systeme, SLA-Verwaltung und eine klare Bearbeitungshistorie. Zudem bieten viele Systeme Analysefunktionen, die wichtige Einblicke in Kundenverhalten und Umsatzentwicklung geben.

Mitarbeiterin am PC im Grossraumbüro

Auswahlkriterien für KMU

Welches CRM-System das richtige ist, hängt stark von den individuellen Anforderungen ab. Überlegen Sie zunächst, wie viele Mitarbeitende das System nutzen sollen und welche Rollen sie dabei einnehmen – die Bedürfnisse von Vertriebsmitarbeitern unterscheiden sich oft deutlich von jenen im Marketing oder Support.

Ein weiterer Punkt ist die Integration in bestehende Systeme: Viele KMU arbeiten bereits mit ERP-Lösungen, Shops oder E-Mail-Systemen. Achten Sie darauf, dass Schnittstellen problemlos verfügbar sind. Auch die Benutzerfreundlichkeit ist entscheidend – wenn das System kompliziert wirkt, sinkt die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden schnell.

Nicht zuletzt spielt auch die Branche eine Rolle. Für gewisse Sektoren wie Versicherungen oder Gesundheitswesen gibt es spezialisierte Module, die branchenspezifische Prozesse abbilden.

Kosten und Preismodelle

Welche Kosten für ein CRM-System anfallen, hängt unter anderem von Betriebsart, Anzahl Lizenzen, Funktionsumfang und Schnittstellen ab. So ist ein webbasiertes CRM-System ab etwa 30 Franken pro Monat pro User erhältlich, während eine On-premise-Lösung einmalig zwischen 500 und 4'000 Franken kostet. Für eine Open-Source-Lösung wiederum fallen keine Lizenzkosten an.

Cloud oder On-Premise?

Viele KMU entscheiden sich heute für eine Cloud-Lösung, weil diese ortsunabhängig nutzbar ist, automatisch gewartet wird und keine eigene IT-Infrastruktur erfordert. Die Kosten sind planbar und Updates erfolgen automatisch.

On-Premise-Systeme werden lokal installiert und bieten volle Kontrolle über Daten und Abläufe. Dafür benötigen Sie leistungsfähige Server und eigenes IT-Personal. Diese Lösung eignet sich vor allem für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datenschutz oder individuelle Anpassungen.

Ein CRM-System ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf Kundendaten und unterstützt Mitarbeitende im Vertrieb, Marketing und Kundenservice.

Standardsoftware oder Individuallösung?

Standardisierte CRM-Systeme decken die meisten Bedürfnisse von KMU ab, sind günstiger und schneller einzuführen. Anbieter übernehmen Wartung und Updates, was für kleinere Firmen oft entscheidend ist.

Eine Individuallösung lohnt sich nur, wenn Ihr Unternehmen sehr spezielle Prozesse hat, die mit keinem Standardprodukt abgebildet werden können. Sie ist teurer, aufwendiger in der Einführung und erfordert technisches Know-how.

 

Umsetzung und Pflichtenheft

Vor der Einführung sollten Sie ein Pflichtenheft erstellen. Darin werden die benötigten Funktionen, Schnittstellen, Nutzerrollen und Zeitpläne festgehalten. Dieses Dokument erleichtert die Kommunikation mit Anbietern und verhindert Missverständnisse während der Umsetzung.

Ein klar definiertes Pflichtenheft spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch dafür, dass das CRM-System von Anfang an optimal auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten ist.

 

Zusatzfunktionen

Je nach spezifischen Anforderungen eines KMU oder der Branche können bestimmte Zusatzfunktionen nützlich sein. Zum Beispiel:

  • Mobiler Zugriff: Diese Funktion benötigen insbesondere Firmen mit Aussendienstmitarbeitenden, da sie so ortsunabhängig und von unterwegs auf das CRM-Programm zugreifen können.
  • KI-gestützte Funktionen: Künstliche Intelligenz erlaubt es zum Beispiel, Vorhersagemodelle für Verkaufschancen zu erstellen, Chatbots einzusetzen, Zusammenfassungen von Kundeninteraktionen oder automatisierte Analysen zu erstellen.
  • Integration mit Drittanwendungen: KMU, die bereits mit anderen Anwendungen arbeiten, können diese in ihr CRM-Programm integrieren (zum Beispiel Integration des ERP-Systems, des Webshops oder von Social-Media-Management-Tools).
  • Branchenspezifische Module: Für einige Branchen existieren spezielle Module, die auf die entsprechende Branche und deren Anforderungen zugeschnitten sind. So gibt es etwa spezielle Module für die Gesundheitsbranche, die Versicherungsbranche oder für Bildungseinrichtungen. Oft werden solche Lösungen als Branchen-Templates auf der Basis von Standard-Software erstellt.

 

Häufig gestellte Fragen

Nutzen Sie den kostenlosen Service von Gryps, um Offerten von passenden Anbietern zu erhalten, deren Lösungen Ihre Anforderungen an die CRM-Software erfüllen. Achten Sie bei der Wahl der passenden Software auf Aspekte wie Betriebsart, Funktionsumfang, Schnittstellen, Kosten und Benutzerfreundlichkeit.

Für kleine Unternehmen eignet sich ein CRM-System, das einfach zu bedienen, kosteneffizient und skalierbar ist. Modular aufgebaute CRM-Systeme bieten sich besonders an, da zusätzliche Module je nach Bedarf – zum Beispiel wenn das Unternehmen wächst – aktiviert werden können.

Die meisten CRM-Systeme sind modular aufgebaut und verfügen über viele Funktionen, die in der Regel für Unternehmen ausreichen. Gehen diese Funktionen zu wenig auf die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Firma ein, existieren möglicherweise spezifische Lösungen für Ihre Branche. In diesem Fall spricht man von Branchensoftware. Decken keine dieser Lösungen Ihre Bedürfnisse ab, so lohnt es sich, eine individuelle CRM-Lösung in Betracht zu ziehen.

Bei Social CRM werden soziale Netzwerke wie Google+, LinkedIn und Facebook in das CRM-System integriert, um die Kommunikation über verschiedene Kanäle, eine stärkere Kundenbindung und bessere Einblicke in Kundenbedürfnisse und -verhalten zu ermöglichen. Bei einer Social-CRM-Lösung steht also die Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden in den sozialen Netzwerken und über andere digitale Kanäle im Mittelpunkt, während sich ein klassisches CRM-System auf operative Strategien in den Bereichen Marketing, Vertrieb und Service fokussiert.

Wenn erhöhter Datenschutz erfordert ist, wie in einer Bank, dann muss meistens auf eine On-premise-CRM-Lösung gesetzt werden.

Bei einem CRM-Hosting wird die CRM-Software im Re­chen­zentrum des Hosting-Partners auf dedicated oder virtuellem Server installiert, die Daten sind dort gespeichert. Die Nutzung wird nach einer monatlichen oder jährlichen Gebühr oder wie im Service-Level-Agreement vereinbart abgerechnet. Updates und Wartung sind in den Kosten inbegriffen und werden automatisch durchgeführt.

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Caroline Schupp

Caroline Schupp

Leiterin Einkaufsberatung

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